Filmtip: The War Within

The War Within ist ein Film des Regisseurs Joseph Castello aus dem Jahr 2005. Er handelt von dem unpolitischen und nicht sonderlich religiösen pakistanischen Studenten Hassan, welcher in Paris von US-Amerikanischen Behörden festgenommen wird, da er unter Terrorverdacht steht. Unschuldig wird Hassan inhaftiert und gefoltert. Nach seiner Freilassung reist er nach New York City. Traumatisiert und hasserfüllt schließt er sich einer islamistischen Terrorzelle an, welche einen Anschlag auf die Grand Central Station plant.

Im Zentrum von The War Within steht die Entwicklung des Protagonisten Hassan. Allerdings wird seine Vergangenheit nur bruchstückhaft und über den ganzen Film verteilt bekannt. Sukzessiv wird deutlich, dass diese einen krassen Widerspruch zu seiner aktuellen Einstellung darstellt. War er früher eher westlich orientiert, legt er nun viel Wert auf seine muslimischen Wurzeln. Mehrfach betont er die Wichtigkeit der Solidarität zwischen den Angehörigen des Islams.

In kurzen Sequenzen werden zudem immer wieder Sequenzen aus seiner Gefangenschaft bei den US-Amerikanern gezeigt. Zusammen mit Bildern körperlicher Blessuren ergibt sich Stück für Stück ein Bild über das Ausmaß dieser traumatischen Erlebnisse. Der Zuschauer ist hin- und hergerissen zwischen dem Verständnis für die Lage des Protagonisten bzw. dessen Vorhaben eines Terroranschlags auf der einen und der Ablehnung terroristischer Akte auf der anderen Seite.

Der Film stellt die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Problematik dar. Die paranoiden und menschenverachtenden Praktiken der US-Amerikanischen Behörden, die gut integrierten Muslime in den USA und die Hintergründe verschiedener islamistischer Terroristen. Vor allem bei letzterem wird deutlich, dass es auch hier viele unterschiedliche Motivationen zu geben scheint.

The War within ist ein Film, der die Schuld nicht einer Partei gibt und somit auch keine Partei ergreift. Gerade dieser Umstand macht ihn sehenswert. Die Entwicklung, welche der Protagonist beschreitet, verdeutlicht auf erschreckende Art und Weise das Wechselspiel der einzelnen Akteure, ihrer Einstellungen und Handlungen. Eine Herangehensweise, die man leider allzu vielen anderen Filmen zu diesem und anderen Themen nicht zuschreiben kann.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage zum Film.

hd

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