„Das gefährliche Dogma“ – Hinweis auf einen Kommentar

Am 08.05.2011 veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung auf ihrer Internetseite einen Kommentar mit dem Titel „Das gefährliche Dogma“: Der Autor Alexander Hagelüken plädiert dafür, bestimmte Formen der Umverteilung zuzulassen bzw. vorzunehmen, um die weitere Öffnung der Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland zu verhindern. Gleichzeitig warnt er davor, politisches Handeln weiterhin an gefährlichen Dogmen auszurichten.

Was sich zuerst wie ein antiquiertes sozialistisches Denkmuster anhört, entpuppt sich recht schnell als eine durchaus durchdachte und kritische Argumentationskette. Denn Hagelüken versucht nicht, den Sozialismus in Deutschland einzuführen; vielmehr sieht er die Gefahren aktueller Entwicklungen in Politik und Gesellschaft und fordert dementsprechende Interventionen. Als Negativbeispiel dafür dient ihm unter anderem das Vorgehen der US-Amerikanischen Regierung, welche ebenfalls ihre reichen Bürger schont(e) und mit diesem Kurs inzwischen augenscheinlich gescheitert ist.

Die Politik bzw. die Bundesregierung kann weit mehr tun, als dies momentan der Fall ist. Hagelüken zeigt Wege auf, durch welche die gesellschaftliche Spaltung eingedämmt und der sozialen Frieden gesichert werden kann. Die Politik müsste sich dafür allerdings von Dogmen und Interessen bestimmter Klientelgruppen als der Maxime ihres Handelns verabschieden. Ob dies in absehbarer Zeit gelingen wird, bleibt jedoch zu bezweifeln.

Ein weiterer Artikel zum Thema (aus diesem Blog) findet sich hier. Außerdem sendete das WDR-Magazin Monitor am 5.5.2011 einen Bericht über erschreckende Ungleichheiten bei der Erhebung bzw. dem Eintreiben von Steuern.

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