Filmstart: „Taste The Waste“

„Taste The Waste“ heißt der neue Dokumentarfilm von Valentin Thurn, welcher am kommenden Donnerstag in den deutschen Kinos startet. Das Thema ist zwar nicht neu, doch so aktuell und brisant wie selten: Jährlich werden in Deutschland über 50% der Lebensmittel weggeschmissen, das entspricht einem Gewicht von ca. 15.000.000 Tonnen. Gleichzeitig herrscht in Ostafrika die größte Hungersnot seit Jahren. Ein Missstand, der uns allen zu denken geben sollte und nicht zuletzt auch eine Änderung unseres Konsumverhaltens initiieren muss. Valentin Thurns Film könnte dabei helfen.

Thurn recherchierte nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Er sprach mit Bauern, Supermarktmanagern, Politikern und vielen anderen Menschen. Weltweit landen rund ein Drittel der Lebensmittel am Ende im Müll. Viele dieser Produkte wären jedoch noch lange genießbar. Auch aufgrund der hohen Ansprüche von uns, den Konsumenten, reichen bereits kleinste Mängel aus, um ein Lebensmittel aus dem Regal zu nehmen.

Auch der Blick auf die globalen Folgen kommt im Film nicht zu kurz:

Der Wunsch der Konsumenten, über alles jederzeit verfügen zu können, verschärft auch den weltweiten Hunger. Die steigenden Weizenpreise belegen es:  Heute kaufen die Industrieländer ihre Lebensmittel auf dem Weltmarkt, ebenso wie die Entwicklungsländer. Würden wir weniger wegwerfen, müssten wir weniger einkaufen; die Preise fielen und es bliebe mehr für die Hungrigen.
Aber es geht auch anders: Valentin Thurn findet weltweit Menschen, die die irrsinnige Verschwendung zu stoppen versuchen: so genannte Mülltaucher, die Nahrungsmittel aus den Abfall-Containern der Supermärkte retten, Supermarkt-Direktoren, die ihre Kunden davon überzeugen, weniger klimaschädliche Produkte zu kaufen, Verbrauchervereine, die Bauern und Kunden direkt zusammenbringen. Kleine Schritte, die aber viel bewirken könnten: Wenn wir in den Industrieländern die Lebensmittelverschwendung nur um die Hälfte reduzieren, hätte das auf das Weltklima denselben Effekt, als ob wir auf jedes zweite Auto verzichten. (Quelle: Thurnfilm)

Ein Film also, der ausnahmslos jeden betrifft und mit dessen Thema sich jeder auseinandersetzen muss.

Weitere Beiträge und interessante Infos zum Thema und zum Film finden sich auf folgenden Seiten:

Thurnfilm: Filmbeschreibung

Traileraddict: Trailer zum Film

Green Action: Kampagne zum Thema

res.publica: „Auf Kosten Anderer leben“ – Älterer Artikel, welcher sich mit dem ThemaVerteilungsungerechtigkeit auseinandersetzt

res.publica: „Hungersnot in Ostafrika – Verantwortung übernehmen!“ – Spendenaufruf

tagesschau.de: Beitrag über den Film

„Taste The Waste“ in Mainz: Aktion zum Thema

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