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tagesschau.de veröffentlichte gestern ein Interview mit der Medienwissenschaftlerin Gabriele Goderbauer-Marchner über den Umgang der Medien mit der Eurokrise und anderen Themen, die eigentlich großes öffentliches Interesse genießen sollten. Goderbauer-Marchner kritisiert, dass die Journalisten anscheinend häufig ausschließlich für ihre Fachkollegen, nicht aber für die Verbraucher schreiben. Letztere haben somit nur schwer die Möglichkeit, die unnötig verkomplizierten Inhalte zu verstehen. Zudem kommen und gehen aktuelle Informationen inzwischen im Minutentakt. Dabei ist es schwer, zwischen relevanten und irrelevanten Informationen zu unterscheiden. Die Folge ist eine Abkehr vieler Menschen von aktuellen und wichtigen Themen; eine aus demokratischer Sicht katastrophale Entwicklung. Des Weiteren regiert auch im Journalismus derzeit eher der Wunsch nach maximalen Profiten, als das Bemühen, qualitative Berichterstattung zu gewährleisten.

Goderbauer-Marchner fordert einen besonneneren Journalismus, der auch dazu in der Lage ist, schwierige Sachverhalte einfach darzustellen. Man muss gerechterweise sagen, dass einige Medien (bspw. die ARD) bereits durchaus gute Ansätze erkennen lassen. Vor allem beim Thema Eurokrise überwiegen die von der Medienwissenschaftlerin kritisierten Punkte jedoch bei Weitem. Allerdings besteht häufig ebenso das Gefühl, dass weder Medienvertreter noch Politiker überhaupt genau wissen, worüber sie sprechen.

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5 Antworten zu lesenswert.

  1. Et Hennesche schreibt:

    Ist ja echt wahnsinnig originell und mutig, was die da fordert!

    • respu schreibt:

      Dass es eben nicht originell, sondern äußerst naheliegend (aber trotzdem berechtigt) ist, verdeutlicht die Notwendigkeit solcher Forderungen!
      Ob Mut etwas ist, das man hierzulande als Wissenschaftler braucht, um etwas in einem Interview zu fordern, sei dahingestellt!

  2. Et Hennesche schreibt:

    Nee, glaub ich nich, dass das notwendig ist. Glaube eher, dass das jemand ist, der um jeden Preis die wichtige Minnie machen will, oder Frau Prof. Dr. Lieschen Müller eben, ganz dicke auf …de herauskommen usw. Man fordert etwas ganz schrecklich Offensichtliches und ist damit stets auf der sicheren Seite. Grafiken etc. sollten IMMER ein Maximum an Verständlichkeit bieten: ist doch eh logo!

    • respu schreibt:

      Welche Motive dahinter stehen, kann wahrscheinlich keiner außer der Frau selbst wissen. Vielleicht stimmt es, dass sie sich nur wichtig machen will und viele Feinde macht sie sich mit dieser Einstellung sicherlich auch nicht. Das ändert aber nichts daran, dass die Forderungen berechtigt sind, da Grafiken etc. eben häufig nicht das Maximum an Verständlichkeit liefern wie sie es eigentlich sollten. In den meisten Fällen gibt es ja noch nicht einmal Grafiken ec…

  3. Anna-Lena schreibt:

    Mit dem Offensichtlichen liegt ‚Et Hennesche‘ vielleicht näher an der Wahrheit, als er glaubt oder weiß. Goderbauer-Marchner ist eine Fachhochschulprofessorin (auch an der BuWe-Uni), die ihre Vermitttlung auf sämtliche Positionen, die sie beruflich je hatte, der Gunst älterer Herren, meist CSU, verdankt. Ihre Untergebenen in der einen oder anderen Position hat sie mit ausschließlicher Rücksicht auf ihre eigene Kariere behandelt. Da sie sich Anfang des Jahres politisch und fachlich gründlich überhoben hat und im Grunde politisch erledigt ist, schaltet sie jetzt auf verstärkte Windmacherei um. Deshalb ihre Forderungen nach dem Wahren, Guten und Schönen. Besonders lustig: Ausgerechnet die versucht immer wieder, sich mit der Ikone HaJo Friedrichs zu schmücken! Der Arme hätte die nicht mal angeschaut!

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