lesenswert.

Stefan Sasse (Oeffinger Freidenker) und Jens Berger (Spiegelfechter, NachDenkSeiten) veröffentlichten gestern auf ihren Blogs ein „Streitgespräch“ bzw. zwei Artikel zum Thema „Meinungspluralität auch für Blogs?“. Es handelt sich dabei um zwei sehr interessante Standpunkte zum Verhältnis zwischen Blogs und etablierten Medien und dem Raum, der konträren Meinungen dabei eingeräumt wird.

M.E. ist eben diese Form der Meinungspluralität, wie sie hier von Sasse und Berger dargestellt bzw. praktiziert wird, diejenige, die auch im Rahmen politischer Blogs bzw. der „Gegenöffentlichkeit“ möglich ist. Berger liegt mit seiner These wohl richtig, dass man dem „Goliath“ der Berichterstattung keine Waffengleichheit anbieten kann, ohne sich selbst zu zerstören. Eine Öffnung nach außen, hin zu den Mächtigen der Meinungsmaschinerie, könnte katastrophal enden. Aber man kann sie, die Waffengleichheit, den anderen „Davids“ anbieten, denn Meiungspluralität besteht ebenso innerhalb der „Gegenöffentlichkeit“ (auch wenn man vielleicht ein bisschen länger danach suchen muss). Sasse und Berger bieten hier – vielleicht sogar mit Absicht – ein Paradebeispiel dafür, dass dies erstens funktioniert und zweitens sogar äußerst gewinnbringend sein kann. Eine „Gegenöffentlichkeit“ zu bilden und gleichzeitig Meinungspluralität zuzulassen (wenn auch in bescheidenerem, dafür aber gerchterem Maße), schließt sich m.E. nach nicht aus.

Die Artikel finden sich beim Oeffinger Freidenker (Sasse, Berger) und beim Spiegelfechter (Sasse, Berger).

hd

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