Amnesty International: Gegen die Todesstrafe in Europa

In Weißrussland (Belarus) ist die Todesstrafe immer noch ein häufig angewandtes Strafmaß. Das Land ist somit das Letzte in Europa, welches sich solcher mittelalterlichen bzw. menschenverachtenden Methoden bedient. Viele Menschenrechtsorganisationen, darunter Amnesty International, wollen dies beenden. Gestern, am Internationalen Tag gegen die Todesstrafe, startete AI deshalb eine entsprechende Petition an den weißrussischen Präsidenten Lukaschenko. Das Ziel: Bis zum 10.12.2011, dem Tag der Menschenrechte, sollen 100.000 Unterschriften gesammelt werden und somit ein eindrucksvolles und hoffentlich einflussreiches Zeichen gegen die Todesstrafe gesetzt werden.

In dem Aufruf zur Petition heißt es: 

[…] Heute, am Internationalen Tag gegen die Todesstrafe, erinnern wir daran, dass die Todesstrafe auch in Europa noch immer nicht besiegt ist. Weißrussland (Belarus) ist der letzte Staat auf unserem Kontinent, der nach wie vor die Todesstrafe verhängt und vollstreckt. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991 sollen etwa 400 Personen zum Tode verurteilt und hingerichtet worden sein.

Helfen Sie dabei, den Hinrichtungen in Weißrussland ein Ende zu setzen.

Fordern Sie jetzt ein Ende der Todesstrafe in Weißrussland. Klicken Sie hier und unterzeichnen Sie die Petition: http://www.amnesty.de/todesstrafe

Das Risiko, jemanden unschuldig hinzurichten, ist in Weißrussland besonders hoch, da das Justizsystem schwere Mängel aufweist. Prozesse finden oft unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. „Geständnisse“ werden zum Teil unter Folter und Misshandlung erzwungen.

Die Vollstreckung eines Todesurteils erfolgt in der Regel innerhalb von sechs Monaten nach Verhängung der Strafe. Todeskandidaten werden erst direkt vor der Hinrichtung darüber informiert. Daher müssen sie ständig damit rechnen, zur Hinrichtung abgeholt zu werden. Es bleibt ihnen keine Gelegenheit, sich von ihren Nächsten zu verabschieden.

Der Körper des Hingerichteten wird der Familie nicht übergeben. Eltern und Geschwister erfahren oft erst nach der Exekution vom Tod ihres Angehörigen, der Bestattungsort wird ihnen aber nicht mitgeteilt. […]

Fordern Sie die Abschaffung der Todesstrafe in Weißrussland. Unterschreiben Sie jetzt die Petition an den belarussischen Präsidenten: http://www.amnesty.de/todesstrafe

Amnesty International, das nichtstaatliche weißrussische Menschenrechtszentrum „Viasna“ sowie das „Helsinki Komitee“ in Minsk lehnen die Todesstrafe ohne Ausnahme ab, denn sie verletzt das Recht auf Leben und ist eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe. Gemeinsam und mit Ihrer Unterstützung wollen wir bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember weltweit 100.000 Unterschriften sammeln, die dann der Regierung in Minsk übergeben werden.

hd

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