Amnesty International: Vernetzen, um Zwangsräumungen zu verhindern!

Überall auf der Welt kommt es immer wieder zu menschenrechtsverachtenden und menschenunwürdigen Zwangsräumungen. Roma werden aus Frankreich und anderen Ländern abgeschoben, Palästinenser werden aus Gebieten im Westjordanland aufgrund von israelischen Bauvorhaben vertrieben, indigene Familien müssen vor der Rodung des Regenwalds in Südamerkia fliehen; solche Beispiele finden sich in einer unvorstellbaren Masse. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zählt allein in diesem Jahr bereits 42 Zwangsräumungen auf der ganzen Welt. Um diesem Zustand etwas entgegenzusetzen, hat die Organisation nun ein Netzwerk eingerichtet. In Fällen von Zwangsräumungen erhalten alle Mitglieder einen Aufruf, entsprechende Appelle an die jeweils Verantwortlichen zu unterstützen. Amnesty hat schon mehrfach bewiesen, dass solche Aktionen erhebliche Erfolge erzielen können!

In einem entsprechenden Aufruf zur Aktion von AI heißt es:

wieder erreicht uns aus der Londoner Zentrale von Amnesty International eine Eilaktion gegen eine drohende Zwangsräumung irgendwo auf der Welt… die 42. in diesem Jahr.

Rechtswidrig vertrieben werden dabei immer Menschen, die ohnehin in einer sehr schwierigen Lage sind: Binnenflüchtlinge des verheerenden Erdbebens auf Haiti 2010, mittellose Menschen in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh, PalästinenserInnen im besetzten Westjordanland, Roma in Rumänien, rechtlose NigerianerInnen oder die Ärmsten der Armen in Kenia und Ägypten.

Dabei ist „in Würde wohnen“ ein Menschenrecht, rechtswidrige Zwangsräumungen sind schwere Menschenrechtsverletzungen! Denn kein Mensch darf ohne weiteres aus seinem Haus, seiner Wohnung oder von seinem Land vertrieben werden.

Für das Recht auf Wohnen machen wir uns bei Amnesty unter anderem mit „Urgent Actions“ stark. Allein in den Monaten August und September 2011 hat Amnesty 14 solcher Appellbrief-Aktionen gestartet.

So wird internationaler Druck auf die Verantwortlichen erzeugt – auch mit Hilfe des deutschen Aktionsnetzes „Stoppt Zwangsräumungen“:

www.amnesty.de/wohnen

Mächtige gesellschaftliche Gruppen, Großgrundbesitzer, Unternehmen oder Regierungen machen ihren Einfluss gegen ohnehin benachteiligte Bevölkerungsgruppen geltend. Umso beeindruckender ist es, mit welchem Mut und welcher Unermüdlichkeit sich diese Menschen gegen ihre Vertreibung wehren!

Wie etwa Suong Sophorn aus Kambodscha, der im September 2011 versucht hat, eine rechtswidrige Zwangsäumung mit friedlichen Mitteln zu verhindern und dabei von Polizisten getreten, geschlagen und schwer verletzt wurde. Die BeduinInnen in al-‚Araqib im Westjordanland bauen ihre Unterkünfte einfach immer wieder auf, wenn diese von Bulldozern der israelischen Armee zerstört werden

nd über 10.000 von Zwangsräumung bedrohten Menschen in N’Djamena (Tschad) haben eine eigene Organisation, das Ambatta-Komitee, ins Leben gerufen, mit dessen Hilfe ihre Vertreibung verhindert werden konnte. Unsere Eilaktionen und das Aktionsnetz „Stoppt Zwangsräumungen“ unterstützen diese Initiativen in ihrem Einsatz vor Ort. So bedankte sich im Juni das Kommittee bei Amnesty:

„Ihre Unterstützung war maßgebend, hat den Konflikt zu einem guten Ende gebracht und die Zwangsräumungen gestoppt. Sie haben den Menschen (…) die Hoffnung zurückgegeben.“

Durch die Eilaktionen von Amnesty International konnten in diesem Jahr rechtswidrige Zwangsräumungen verhindert werden. Verhindern wir weitere – dazu brauchen wir Ihre Hilfe! Was können Sie tun, um Menschen in ihrem Kampf um ihr Zuhause zu unterstützen?

1.    Abonnieren Sie die Eilaktionen zum Thema Zwangsräumungen, indem Sie Ihren Namen in eines der symbolischen Häuser auf der Aktionsseite eingeben. Geben Sie dabei eine E-Mail-Adresse an.

2.    Sie erhalten eine Aktionsaufforderung per E-Mail, wenn irgendwo auf der Welt Menschen von einer rechtswidrigen Zwangsräumung bedroht sind und Amnesty eine Eilaktion startet.

3.    Protestieren Sie dann per E-Mail, Fax, Brief oder Postkarte bei den Verantwortlichen und schließen Sie sich den von Amnesty aufgestellten Forderungen an.

Ihr Appellschreiben kann rechtswidrige Zwangsräumungen stoppen und Menschen, die schon jetzt unter Armut und Diskriminierung leiden, vor Vertreibung und Obdachlosigkeit schützen. An Amnesty-Eilaktionen teilzunehmen ist einfach: Für alle „Urgent Actions“ stellen wir Textbausteine und Adressen zur Verfügung.

Unterstützen Sie Amnesty International im Einsatz für „Wohnen. In Würde.“ und gegen rechtswidrige Zwangsräumungen. Tragen Sie sich jetzt ins Aktionsnetz ein:

http://www.amnesty.de/wohnen

Vielen Dank für Ihren Einsatz!

hd

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