realsatire.

US-Streitkräfte haben auf einem Stützpunkt in Afghanistan Ausgaben des Korans verbrannt und sind nun Ziel von wütenden Angriffen. Die Bücher stammten aus einer Gefängnisbibliothek und waren von dort entfernt worden, nachdem man vermutet hatte, dass die Insassen sich darin gegenseitig Nachrichten hinterließen. Die Entfernung des Korans als „extremistische Literatur“ bezeichnete General Allen als gut begründet, lediglich die Entsorgung sei ein Irrtum gewesen. Für die Zukunft versprach er, das Personal im Umgang mit religiösem Material schulen zu lassen.

Zusammenfassend kann man also sagen: die US-Streitkräfte befinden sich (vordergründig) in einem Einsatz gegen den islamistischen Terror ohne eine Ahnung von dessen Grundlage zu haben, sie empfinden den Koran als extremistische Literatur, sie sehen Bücherverbrennungen als legitime Entsorgungsmethode an und sind ernsthaft überrascht, wenn ihr tadelloser Umgang mit dem Koran zu gewalttätigen Protesten führt – ein trauriger Fall von Realsatire.

bd

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