Amnesty International: Waffenhandel kontrollieren!

Auf der ganzen Welt blüht der Handel mit Waffen und anderen Rüstungsgütern. Erst durch obskure Geschäfte mit Staaten der westlichen Welt wird es bspw. Ländern wie Syrien oder Libyen möglich, Krieg im eigenen Land zu führen oder afrikanischen Despoten, ihre Regime aufrecht zu erhalten. Die UNO plant nun deshalb, den internationalen Waffenhandel deutlich schärferen Kontrollen zu unterwerfen; doch Staaten wie Russland, China und Pakistan wehren sich vehement dagegen. Amnesty International hat nun eine Petition gestartet, um verstärkt Druck auf die Verhandlungsteilnehmer auszuüben.

In dem Aufruf der Menschenrechtsorganisation heißt es:

Am 31. Juli 2011 verließ der 21-jährige Bauarbeiter Khaled al-Hamedh das Haus in der syrischen Stadt Hama, um Medizin für seinen vierjährigen Bruder zu besorgen, der unter Fieber litt.
Doch er kam nicht mehr nach Hause zurück. Wenige Stunden später begruben ihn seine Familienangehörigen im Garten der nahe gelegenen Moschee. Sein Körper war zerquetscht worden und wies eine Schussverletzung am Rücken auf.

An dem Morgen, an dem Khaled al-Hamedh sein Haus im Viertel Bab Qebli verlassen hatte, waren Sicherheitskräfte mit Panzern in die Stadt vorgedrungen und feuerten auf Wohngebiete. Augenzeugen sagten seiner Familie später, Khaled sei „in den Rücken geschossen worden, als er gerade die Straße zum Krankenhaus überqueren wollte“. Anschließend soll ihn ein Panzerfahrzeug absichtlich überrollt haben.

Seit dem Beginn der Demonstrationen für Reformen in Syrien im Februar 2011 wurden mindestens 6500 Syrerinnen und Syrer getötet. Und die Gewalt hält bis heute an.

Woher die Waffen kommen, mit denen die Proteste niedergeschlagen werden, ist schwierig zu sagen, denn nur wenige Länder geben Einblick in ihren Waffenhandel mit Syrien. Es gibt aber Hinweise, dass Russland heute Syriens wichtigster Waffenlieferant ist: 10 Prozent aller russischen Waffenexporte gehen an Syrien. 
Aber auch Länder wie die Slowakei, Italien, Ägypten, Frankreich und Indien lieferten in der Vergangenheit Waffen nach Syrien.

Das Thema geht uns alle an: Denn jede Minute stirbt auf der Welt ein Mensch durch Waffengewalt– das sind eine halbe Million Menschen jedes Jahr. Und der Waffenhandel ist international nicht geregelt. 


Hunderttausende werden mit Waffen bedroht, unterdrückt und verletzt. Es gibt klare internationale Regeln für den Handel mit Bananen und Dinosaurierknochen, jedoch nicht für die Lieferung von Maschinenpistolen, Panzern und anderen konventionellen Rüstungsgütern. Die bestehenden nationalen und internationalen Exportkontrollen sind lückenhaft.

Doch es gibt Hoffnung. 2009 haben die UNO-Mitgliedsstaaten endlich entschieden, einen weltweit gültigen Vertrag zur Kontrolle des Waffenhandels zu vereinbaren. 
2012 kann dieser Vertrag beschlossen werden – eine historische Chance!

Aber noch ist nichts entschieden und es besteht die Gefahr, dass das UN-Abkommen stark verwässert wird. Länder wie China, Russland, Pakistan, Ägypten und andere versuchen ein umfassendes Abkommen zu blockieren.

Deshalb brauchen wir jetzt Ihre Hilfe. Fordern Sie strikte Regeln für den Waffenhandel. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell an die Vereinten Nationen und leiten Sie die Aktion bitte an Ihre Kontakte weiter. Jede Stimme zählt!

hd

 

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